Wer Kratom kaufen möchte, stößt auf unzählige Sortennamen: Bali, Sumatra, Borneo, Maeng Da, dazu Red, Green und White Vein. Vieles davon ist mehr Marketing als Wahrheit. Wir erklären, was wirklich dahintersteckt.
Woher Kratom wirklich kommt
Der Großteil des weltweit gehandelten Kratoms stammt nicht von vielen verschiedenen Inseln, sondern ganz überwiegend von der Insel Borneo – insbesondere aus den Anbaugebieten entlang des Kapuas-Flusses. Kratom wächst dort natürlich vor allem in Ufernähe und über ein enorm großes Gebiet verstreut, gewonnen von vielen kleinen Bauern. Bei einem unserer Aufenthalte in Indonesien führte eine dreistündige Speedboot-Fahrt am Fluss praktisch durchgehend an Kratombäumen vorbei – ein guter Eindruck davon, wie weit verteilt und wie wenig „plantagenartig“ der Anbau tatsächlich ist.
Was Red, Green und White Vein wirklich bedeuten
Ein verbreiteter Irrtum ist, dass die Sorte durch die Farbe der Blattvenen bestimmt wird. Tatsächlich stammt fast alles Kratom von Blättern mit grünen oder roten Venen, und die Zusammensetzung der reinen Blätter unterscheidet sich zwischen diesen kaum. Weiße Blattvenen sind in der Natur und im Anbau sehr selten. Was eine Sorte zu „Red“, „Green“ oder „White“ macht, ist vor allem die Verarbeitung: Erntezeitpunkt, Trocknungsmethode und -dauer – und bei roten Sorten die Fermentation. „Gold“ und „Yellow“ entstehen ebenfalls durch besondere Verarbeitung oder Mischungen.
Und Bali, Sumatra oder Maeng Da?
Herkunftsnamen wie „Bali“ oder „Sumatra“ suggerieren einen bestimmten Ursprungsort – tatsächlich sind sie überwiegend Handels- und Marketingbezeichnungen, nicht der belegte Anbauort. „Maeng Da“ ist keine Region, sondern ursprünglich ein Qualitäts- bzw. Handelsbegriff.
Deshalb führen wir solche Namen bewusst nicht als Herkunftsversprechen – wir beschreiben unsere Sorten so, wie sie wirklich sind.
Vom Anbau bis zur geprüften Charge
Als Importeur und Fachhändler sehen wir die gesamte Kette – vom Anbau am Kapuas bis zur laborgeprüften Charge. Diese Transparenz geben wir an dich weiter.